1950

 

 

Am 02.06.1950 gründete sich das Tambourcorps Grün-Weiß Grafenberg. Angefangen haben sie mit 12 aktiven Mitgliedern und Gründungsmitglieder waren u.a. unser langjähriger Schützenchef Heinz Kirchner und sein Vater Willi Kirchner.

 

In diesem Jahr wurde die Gesellschaft St. Hubertus ruhend gemeldet.



1951

 

Am 01.06.1951 fand die Gründungsversammlung des Reiterkorps statt unter Rittmeister Emil Schilinski und Chef Bernhard Schaefer. Zum Ehrenmitglied ernannt wurde Josef Bernard I.

 

An der Jahreshauptversammlung am 12.08.1951 nahm auch die wieder belebte Gesellschaft St. Hubertus unter Leitung des Kameraden Eugen Schmidt teil. Außerdem erfolgte in diesem Jahr die Neugründung der Gesellschaft Reserve mit Hauptmann Heinrich Paffenholz.

 

Während der Generalversammlung am 11.05.1952 wurde die Satzungsänderung beschlossen und die Eintragung in das Vereinsregister lautete nun St. Seb. Schützenverein und Bürgerverein Düsseldorf-Grafenberg e.V.

 

Am 06.07.1952 wurde die Gesellschaft Jan Wellem mit 17 aktiven Mitgliedern wieder aktiviert, Hauptmann wurde Emil Joyeux.



1953

 

Am 03.05.1953 wurden die neuen Satzungen einstimmig angenommen. 1. Vorsitzender wurde Jean Joyeux, 2. Vorsitzender Hans Schwantge, der zugleich Sachbearbeiter in Bürgervereinssachen wurde.

 

Kamerad Heinz Kirchner führte dem Verein 10 junge Kameraden zu, die sich zu einer Jungschützen-Kompanie zusammenschließen wollten. Dies wurde allgemein begrüßt und anheim gestellt, dass sich diese jungen Freunde zur Betreuung einer bereits bestehenden Kompanie anschließen sollten. Sie schlossen sich später der Jägerkompanie an.

 

Beim Schützenfest (13.-16.06.) wurde erster Jungschützenkönig nach dem Krieg Heinz Kirchner (Jägerkompanie), Regimentskönig wurde Hans Sievert, Reitercorps.



1954

1958

 

Das 100 jährige Jubiläums–Schützenfest vom 17.05. bis 26.05.1958

 

Die Schützentage wurden mit dem Generalappell und dem Umtragen der „Goldenen Mösch“ am Himmelfahrtstag eröffnet. Am Abend des 17. Mai fand der große Fackelzug statt, die Grafenberger Bürger wurden hiermit auf den noch bevorstehenden Festzug eingestimmt.

 

Am 18. Mai wurde der Tag mit einem Hochamt für die lebenden und verstorbenen Kameraden in der Pfarrkirche St. Ursula eingeleitet. Um 14:30 Uhr formierten sich die Schützen dann zur Parade auf der Ernst–Poensgen-Allee sowie zum anschließenden Festzug, der durch den geschmückten Ort führte.

 

Im Gefolge des Vorstandes und des Schützenkönigs Heinrich Knorz waren viele Ehrengäste, zahlreiche Chefs und Könige der Nachbarvereine, Oberst Ferdi Franzen nahm damals die Parade ab. Die Gerresheimer Feuerwehrkapelle, der Spielmannszug „ Grün Weiß“ und das Düsseldorfer Fanfaren–Corps eröffneten den langen, buntfarbenen Festzug, in dem Abordnungen sämtlicher Schützenvereine Düsseldorfs in kameradschaftlicher Verbundenheit mitmarschierten

 

Am Montag, gegen 19:00 Uhr, war die Spannung groß denn allen Kameraden stellten sich die Frage: „Wer wird 1958 König im Jubiläumsjahr?“.



Dann war es soweit, durch einen gezielten Schuss        holte Willi Kirchner sen. von der Jägerkompanie die Platte von der Stange. Groß war die Freude bei seinen Kameraden, bei allen Schützen und bei den Grafenberger Bürgern, die ihre Freude besonders bei  der feierlichen Proklamation am Abend beim Einholen der Königspaare ins Festzelt zeigten.

1958 wurde am Dienstag erstmalig ein Gästekönig ausgeschossen. Der erste Gästekönig des Vereins wurde Kaplan Vater von der Pfarre St. Ursula, hierzu beglückwünschten ihn alle beteiligten Schützen und Gäste.

 

Am 24 Mai war der große Krönungsball, der zum ersten Mal nach dem Krieg im Festzelt veranstaltet wurde. Viele Ehrengäste und Abordnungen von befreundeten Vereinen feierten mit dem Verein und bereicherten den Abend durch ihre Anwesenheit.

Aus den Ovationen seitens der erschienenen Gäste und aus der Festrede des damaligen, heute noch unvergessenen Chefs Jean Joyeux konnte man ersehen, dass der Verein und damit auch das scheidende Königspaar Heinrich Knorz mit Gattin sowie vor allen Dingen unser neues Königspaar Willi Kirchner mit Gattin viele Sympathien erworben hatten.

 

Den Abschluss des so gut verlaufenen Jubiläums bildete noch am Pfingstmontag ein Schießen, bei dem gleichzeitig auch der Vereinspokal ausgeschossen wurde. In der abendlich letzen Zusammenkunft im Festzelt konnte der Chef den Kameraden der Jägerkompanie den errungenen Vereinspokal überreichen.

 

Chef Jean Joyeux wies bei dieser Gelegenheit noch mal auf die Bedeutung des Festes hin, mit dessen gutem Verlauf der gesamte Verein zufrieden sein konnte. Jean Joyeux bat alle Kameraden, in vorbildlicher Haltung stets die Schützenfahnen in dem schönen Grafenberg hochzuhalten.

 

Neue Ehrenmitglieder wurden ernannt: Hubert Biesemann, Heinrich Knorz, Heinrich Loosen, Hans Runtschke, Willi Trapp, Michel Vogt und Georg Wedig.

 

Am 31.08. verstarb der Ehrenchef Christian Kraus.



1964

 

Zur Jahreshauptversammlung am 12.04.1964 dankte der 1. Chef Jean Joyeux aus gesundheitlichen Gründen ab und stellte sich nicht mehr zur Wahl. In diesem Jahr wurde der unvergessene Hans-Ludwig Lonsdorfer Chef unseres Vereins. Er war nicht nur ein überzeugter Schütze, sondern auch ein Karnevalist reinsten Blutes. Unvergesslich wurde er durch seine Heimat- und Karnevalsschlager, die heute noch in aller Munde sind, so z.B. „Du darfst mich lieben für 3 tolle Tage“ oder „Das Altbierlied“. Hans-Ludwig Lonsdorfer wurde im Jahre 1968 von Heinz Kirchner abgelöst. Jean Joyeux wurde zum Ehrenchef ernannt.



1968

 

Zur Jahreshauptversammlung am 12.05. stellte der 1.Chef Hans-Ludwig

Lonsdorfer und der 2.Chef Eduard Post ihre Posten zur Verfügung. Heinz

Kirchner wird zum neuen Schützenchef des St. Sebastianus Schützenverein

Düsseldorf-Grafenbergs e. V. 1858 gewählt, 2. Chef wurde Theo Krahe.

Hans-Ludwig Lonsdorfer wurde zum Ehrenchef ernannt.

 

Herbert Meichelbeck wurde der 1. Protektor des St. Sebastianus Schützenvereins Düsseldorf-Grafenberg.

1970 - 1971

 

Ehrenmitglieder wurden 1970 Willi Kröner und 1971 Willi Kirchner.

1972

 

In Grafenberg gründeten sich zwei neue Gesellschaften:

 

Das Reitercorps Graf Adolf von Berg im Juni. Mit der Gründung des Reitercorps Graf Adolf von Berg lebt eine große Tradition der Reiterei in Grafenberg wieder auf. Schützenchef Heinz Kirchner übergab dem neu gegründeten Corps feierlich die Standarte des ehemaligen 1. Reitercorps von 1926. Rittmeister war Günther Schleich.



 Im August 1972 bat das neu gegründete Amazonen-Corps mit 15 aktiven Mitgliedern um Aufnahme in den Schützenverein. Diesem Antrag wurde natürlich ebenfalls sehr gerne entsprochen. Sie wurden einstimmig ab dem 01.09. als Mitglied in den Verein aufgenommen mit allen Rechten und Pflichten laut der Satzung, jedoch ausgenommen das Schießen auf die Platte des Königsvogels.


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